Internationale Kommunistische Partei

Il Comunista 1921-03-06

Aufruf gegen die faschistische Reaktion

Genossen!


In der gegenwärtigen tragischen Stunde zu Euch zu sprechen, ist die klare Pflicht der Kommunistischen
Partei.


In zahlreichen Städten und Regionen Italiens mehren sich die blutigen Zusammenstöße zwischen den
Arbeitern und den regulären bzw. irregulären Kräften der Bourgeoisie. Unter den vielen bekannten oder
unbekannten Opfern hat die Kommunistische Partei den Verlust einer ihrer wertvollsten Parteikämpfer zu
beklagen: Spartaco Lavagnini, der in Florenz auf dem verantwortungsvollen Posten, den er dem Proletariat und seiner Partei gegenüber innehatte, gefallen ist. Ihm und allen gefallenen Arbeitern zum Gedenken
sprechen die Kommunisten einen kämpferischen Gruß aus und stärken sich an dem Beispiel ihres Kamp-
fes und ihrer Überzeugung.

Die sich überstürzenden Ereignisse beweisen, dass das revolutionäre Proletariat Italiens unter den Schlägen der Reaktion nicht nachgibt. Es weicht nicht zurück vor der reaktionären Methode, die von der bürgerlichen Klasse und ihrer Regierung seit einigen Monaten mithilfe der bewaffneten weißen Banden gebraucht wird, die die nach ihrer Emanzipation strebenden Arbeiter gewaltsam angreifen. Aus dem roten Apulien, dem proletarischen Florenz und noch vielen anderen Zentren erreicht uns die Nachricht, dass sich das Proletariat trotz der Unterlegenheit seiner Mittel und seiner geringeren Vorbereitungszeit zu verteidigen und seine Gegner anzugreifen wusste.

Die Unterlegenheit unseres kämpferischen Proletariats – die zu verhehlen nichts nützen würde – rührt von seiner mangelnden revolutionären Organisierung her. Allein die kommunistische Kampfform kann dem Proletariat im Kampf gegen die alten Führer und ihre überholten pazifistischen Aktionsmittel diese Organisierung verschaffen. Die Schläge der bürgerlichen Gewalt führen den Massen die Notwendigkeit vor Augen, die gefährlichen Illusionen der Reformisten aufzugeben und sich derer zu entledigen, die einen historisch unmöglichen sozialen Frieden predigen.

Die Kommunistische Partei, die auf dem Boden der Theorie und Taktik der Kommunistischen Internationale die klassenbewußten Kräfte des italienischen Proletariats gesammelt hat, um jene Vorbereitung und Organisation zu bewerkstelligen, die dem Proletariat bislang fehlte bzw. sich in demagogischer Prahlerei erschöpfte, propagiert weder die Beruhigung der Gemüter noch Gewaltverzicht; sie erklärt den Arbeitern klar und deutlich, dass ihre Waffen nicht nur die metaphorischen oder abstrakten Waffen der Propaganda, der Überzeugung oder förmlichen Abstimmungsverfahren sein können. Und begeistert solidarisiert sie sich mit allen Arbeitern, die auf die Offensive der Weißen ebenfalls mit gewaltsamen Mitteln geantwortet haben. Die Kommunistische Partei zeigt den Arbeitern so ihre schlimmsten Feinde, nämlich die Führer jener Organisationen, die bürgerlich-verlogen vor ihrer Pflicht zurückschrecken und durch ihre Propaganda, über die sich der Gegner zu Recht lustig macht, die blöde Utopie eines zivilisiert und ritterlich geführten Kampfes verbreitet – eine Propaganda, die nur den Defätismus unter die Massen trägt und die reaktionären Kräfte immer mutiger werden lässt.

Die Losung der Kommunistischen Partei ist heute, den Kampf auf demselben Boden aufzunehmen, auf den sich die Bourgeoisie infolge der sie zerreißenden, tödlichen Krise zwangsläufig stellen musste: Der Vorbereitung mit der Vorbereitung zu begegnen; der Organisation die Organisation, der Disziplin die Disziplin, der Gewalt die Gewalt und den Waffen die Waffen entgegenzusetzen.

Es gibt keine bessere Schule für die Offensive, die die Arbeiterkräfte eines Tages unweigerlich gegen die bürgerliche Macht entfesseln werden und den Epilog der heutigen Kämpfe bilden wird.

Die Aktion und die Vorbereitung müssen immer schlagkräftiger und planmäßiger werden, und man darf dabei auch nicht das geringste Quäntchen demagogischer Rhetorik dulden. Gleichzeitig darf in der jetzigen Lage auf keinen Fall verschwiegen werden, dass es noch viel zu tun gibt, damit der proletarische Gegenschlag gegen die feindlichen Angriffe den Charakter eines allgemeinen und koordinierten Kampfes annimmt, der allein den entscheidenden Sieg wird sichern können.

Um einen allgemeinen, landesweiten Kampf durchzuführen, könnte das Proletariat heute auf keine anderen als die alten, schon so oft angewandten Kampfformen zurückgreifen. Die Führung dieser Aktionen würde angesichts des gegenwärtigen Entwicklungsstandes der Klassenorganisationen, wenn nicht vollständig, so doch größtenteils in Händen jener politischen oder wirtschaftlichen Landesorganisationen liegen, deren Methoden und deren Struktur nur zu neuen Enttäuschungen führen können. Sie würden die Massen auf einen Weg lenken, der zweifelsohne damit endet, von ihren Führern entweder gebremst oder im Stich gelassen zu werden, und dies ist so, weil die Reformisten nach wie vor wichtige Führungsposten in den Apparaten besetzen. Die Kommunistische Partei wird keine allgemeine Aktion einleiten, die unter einer solchen Perspektive und in Verbindung mit solchen Elementen durchgeführt würde, es sei denn, die Situation lässt ihr keine andere Wahl und zwingt sie dazu. Beim jetzigen Stand der Dinge vertritt die Kommunistische Partei die Auffassung, dass keine Aktion auf Landesebene befürwortet werden darf, die von denjenigen geführt wird, deren Methoden nur ins Unglück führen können. Sollte es doch zu einer solchen Aktion kommen, wird die Kommunistische Partei ihre Aufgabe erfüllen und die Gegner der Revolution in jeder Hinsicht strengstens beobachten, damit die Arbeiter auf dem Höhepunkt ihrer Anstrengungen nicht verraten werden.

Die Kommunistische Partei gibt heute ihren Parteikämpfern die Anweisung, auf lokaler Ebene an allen Fronten den Angriffen der Weißen Widerstand zu leisten, die revolutionäre Kampfform anzuwenden und den Defätismus der Sozialdemokraten anzuprangern, denn die weniger klassenbewußten Arbeiter könnten verleitet werden, sie in der Gefahr für mögliche Verbündete zu halten.

Gleich ob die einzuhaltende Richtlinie so bleiben wird oder gar verschärft werden muss, die Zentrale der Partei weiß jedenfalls, dass alle Kommunisten, vom ersten bis zum letzten, im Gedenken an unsere jüngsten Opfer und in voller Verantwortung als Vertreter der revolutionären Kommunistischen Internationale, ihre Pflicht voll und ganz erfüllen werden.

Es lebe der Kommunismus! Es lebe die Weltrevolution!

Kommunistische Partei Italiens
Kommunistischer Jugendverband Italiens

Contro certe deviazioni

In seguito ad una strana situazione creatasi nel movimen­to comunista italiano della Svizzera, il CE diresse a quei compagni quest’appello:

Ai compagni italiani della Svizzera

Ci viene riferito che nella Svizzera, nelle file del movi­mento già aderente al Partito Socialista Italiano, con la scis­sione avvenuta a Livorno e col formarsi del Partito Comu­nista d’Italia mentre il PSI si poneva fuori della Terza Internazionale di Mosca, per speciali circostanze si determinava una strana situazione di perplessità fra quegli stessi com­pagni che a Livorno s’erano affermati sulla mozione della Frazione comunista.

Da parte del nostro Comitato di frazione, che aveva con­dotto il lavoro di preparazione al Congresso, ci sono state fatte presenti certe speciali considerazioni, sulle quali non vogliamo intrattenerci, secondo cui non sarebbe stato possibile fare tra voi quello che si è fatto in tutte le organizzazioni del vecchio partito, cioè l’immediata e netta divisione dei comunisti da coloro che si erano posti fuori e contro l’Internazionale Comuni­sta: l’organizzazione delle Sezioni e delle Federazioni del Partito Comunista. Queste considerazioni hanno condotto ad una specie di accordo, del quale la centrale del Partito Comu­nista d’Italia non è stata informata, e che ora, conosciutine i termini, respinge e deplora. Secondo tale compromesso, quei compagni, che nel Congresso di Livorno avevano votato per la mozione comunista, accettano di ritirare la tessera del vecchio partito, e quindi di permanere effettivamente in es­so, senza poter rifiutare la disciplina alle sue direttive, ed in compenso avrebbero ottenuto che la Commissione Esecutiva delle Sezioni italiane nella Svizzera ed il giornale L’Avvenire del Lavoratore restassero nelle mani dei „comunisti“.

Dichiariamo nel modo più esplicito che quel Comitato, quel giornale, quella commissione esecutiva e quei compagni che hanno accettato un tale accordo non hanno nulla di co­mune con l’organizzazione del nostro partito, e per conseguenza non appartengono né aderiscono all’Internazionale Comunista, come non v’appartiene qualunque altr’organismo effettivamente militante nel Partito Socialista Italiano. Lasciamo a quei compagni la responsabilità d’aver conse­gnato ai fuorusciti dall’Internazionale un movimento ed un giornale, ch’erano stati conquistati e spettavano di diritto ai comunisti ed al nostro partito.

Tuttavia siamo sicuri che in una situazione tanto assurda ed ambigua i veri comunisti, che forse l’hanno accettata per non avervi bene riflettuto, non si sentiranno di rimanere e ritorneranno al nostro partito. Perciò dichiariamo che i compagni svizzeri potranno optare per il Partito Comunista fino a tutto il mese corrente, purché accettino senza la mi­nima eccezione le norme d’organizzare vigenti nel partito.

Invitiamo caldamente tutti i compagni svizzeri a riesami­nare individualmente o collettivamente la questione, in ba­se all’elemento che quelli che restano sul terreno del compromesso votato per referendum resteranno fuori del Parti­to Comunista, mentre quelli che di questo accetteranno le direttive e la disciplina, ponendosi al disopra di meschine questioni contingenti, vi saranno entusiasticamente accolti, pochi o molti che siano.

Già alcune sezioni della Svizzera hanno respinto l’accor­do di cui parliamo, e queste sono da noi considerate come le sole appartenenti al Partito Comunista, intorno alle quali, ne siamo certi, delle altre si stringeranno.

Non crediamo che vi saranno dei comunisti che vorranno legare la loro sorte a quella del Partito Socialista Italiano, che non corre, ma precipita, sulla via di tutte le inversioni controrivoluzionarie, e che un abisso separa ormai da noi e dal comunismo internazionale, abisso che nulla potrà mai colmare.

Noi attendiamo quindi i compagni della Svizzera, che tante prove hanno date della loro fede e coerenza rivoluzio­naria, al loro posto di lotta in mezzo ai comunisti italiani, li invitiamo a spezzare gli indugi e a venire sotto la bandiera dell’Internazionale senza quelle eccezioni e quelle riserve, che son divenute l’universale caratteristica dell’opportunismo.

È con tale augurio che comunisticamente vi salutiamo.